Chronik der JF Altenburg 1977 - 2002
Jul 29, 00:12

Unsere Jugendfeuerwehr wurde am 01.04.1977 durch den Seesbacher Feuerwehrkameraden Adolph Schott gegründet. 13 Jahre lang, bis ins Jahr 1990 war es die Jugendfeuerwehr Seesbach, bis sich im Jahre 1990 die Weitersborner Feuerwehrjugend anschloss. In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass eine gemeinschaftliche Jugendarbeit Grundstein allen Erfolges ist. Auch Simmertal schloss sich im Jahre 1993 an. Im Jahr 1996 folgten Schwarzerden und Kellenbach. Seit 1996 haben wir auch einen einheitlichen Namen mit dem sich alle identifizieren können. Die Altenburg, an deren Fuße unsere Gemeinden liegen. Eine weitere Änderung kam auf die JF Altenburg zu. JFW Adolph Schott erkrankte und JFW Sönke C. Skär übernahm kommissarisch die Leitung der Jugendfeuerwehr. Nach dem Tod Adolph Schotts wurde Sönke C. Skär offiziell Jugendfeuerwehrwart der JF Altenburg. Im Jahre 2002 kann die Jugendfeuerwehr Altenburg trotz Höhen und Tiefen somit auf 25 erfolgreiche Jahre zurückblicken.
1976 traten einige Jugendliche der Gemeinde Seesbach mit der Bitte an Oberbrandmeister A. Schott heran, in die Feuerwehr einzutreten. Da die Aufnahme in die Aktive Wehr erst mit Erreichen des 16. Lebensjahres möglich ist, viele Wehren aber schon seit langem Jugendwehren unterhalten, lag es nahe auch in Seesbach eine „Jugendabteilung“ zu gründen.

A. Schott holte sich die nötigen Unterlagen und gründete mit 16 Mädchen und Jungen die Jugendfeuerwehr Seesbach. Zu den ersten Mitgliedern gehörten folgende Jugendliche:
Altmeier Cornel, Altmeier Hubert, Dupont–Christ Andreas, Dupont–Christ Stefan, Fett Gernot, Fuhr Hans–Peter, Hornberger Jochen, Kiel Anselm, Levstock Bernd, Ottenbreit Manfred, Ottenbreit Michael, Päschkes Rudolf, Rübenich Ottmar, Schneiß Rüdiger, Schott Sigrun und Schott Torsten.
Sie alle waren mit viel Engagement und Freude bei der Sache. Der Schwerpunkt der Ausbildung lag naturgemäß auf der feuerwehrtechnischen Seite, aber auch die allgemeine Jugendarbeit war ein fester Bestandteil der Zusammenkünfte, so sind Kegeln, Schwimmen, Wandern, Fußballspiele und Wettkämpfe immer wieder eine Abwechslung bei der technischen Ausbildung.
1978 wurde von unserer Jugendfeuerwehr in Seesbach der erste Wandertag ausgerichtet an dem alle Jugendfeuerwehren des Landkreises teilnehmen konnten. Diese Veranstaltung war damals einzigartig im gesamten Bundesgebiet. Die gelungene Kombination von kniffligen Spielen und tollen Wanderstrecken wird noch heute in unserem Landkreis (und weit darüber hinaus) jährlich ausgerichtet. Der Kreisfeuerwehrverband übernahm die Rolle des Veranstalters, die Ausrichtung obliegt in jedem Jahr einer anderen Jugendfeuerwehr. Wir freuen uns ganz besonders, dass in unserem Jubiläums-jahr der Wandertag zu seiner „Geburtsstätte“ zurückkehrt.
In den Schulferien 1978 folgte dann die für uns erste Teilnahme am Landeszeltlager in Büchenbeuren. Bei einer Altpapiersammlung und einer Weihnachtsbaumaktion trat die Jugendfeuerwehr in die Öffentlichkeit. Es folgten dann im Zwei–Jahres–Turnus Teilnahmen an folgenden Kreiszeltlagern:
1979 Bad Kreuznach,
1981 Bad Sobernheim,
1983 Kirn,
1985 Meisenheim,
1987 Hennweiler,
1989 Bad Sobernheim,
1991 Bad Kreuznach,
1993 Bad Münster am Stein / Ebernburg,
1995 Langenlonsheim,
1997 Meisenheim,
1999 Bad Sobernheim und
2001 Bad Münster am Stein / Ebernburg.
Dazu der alljährliche Wandertag, Wettkämpfe nach den Bundesnormen, Hallen- und Feldfußballturniere und Teilnahmen an Veranstaltungen anderer Jugendfeuerwehren. Unser Programm hat sich jährlich erweitert, viele Aktionen sind im Laufe der Zeit dazu gekommen und werden noch hinzukommen.
Bereits 1980 erwarben die ersten Jugendlichen in Meisenheim die Leistungsspange des Deutschen Feuerwehrverbandes:

Altmeier Hubert, Dupont–Christ Andreas, Dupont–Christ Stefan,
Fuhr Hans – Peter, Levstock Bernd, Ottenbreit Michael, Schneiß Rüdiger, Schott Sigrun, Schott Torsten
Der akute Geldmangel spielte bei der Jugendarbeit eine wesentliche Rolle. Jedoch durch verschiedene Aktionen, wie das Putzen des Seesbacher Brunnens, Sammelaktionen, sowie nicht zuletzt durch die Mitgliedsbeiträge und dadurch, dass der Jugendfeuerwehrwart den Erlös seiner Arbeit bei der Installation der Brunnenanlage in Seesbach und an der Seesbacher Leichenhalle der Jugendfeuerwehr zur Verfügung stellte, konnte der Grundstock für die Beschaffung der ersten Anzüge, Helme, Handschuhe und Stiefel geschaffen werden. Schon im ersten Jahr wurde ein Wimpel angeschafft.
Durch die Zeltlager und Zusammenkünfte auf Kreis- und Landesebene wurden sehr viele Kontakte zu in- und ausländischen Wehren geknüpft.
Adolph Schotts Mitstreiter Josef Steines und Günther Päschkes setzen auch bei der Aktiven Wehr den Jugendgedanken durch und der finanzielle Zuschuss zum Zeltlager wurde ein fester Posten zur Unterstützung der Jugendfeuerwehr.
In den folgenden Jahren erfüllten noch weitere Jugendliche die Bedingungen zum Erreichen der Leistungsspange:
Bewer Ingo, Hornberger Rainer, Fiedler Heiko, Kleemann Gerd, Altmeier Thomas, Gersch Bernd, Schanzenbach Simone, Schanzenbach Jochen, Nowack Timo und Schwenk Peter.
Dies war quasi die erste Hälfte der 25-jährigen Geschichte der Jugendfeuerwehr Seesbach.
Aufgrund des immer vielfältiger werdenden Freizeitangebotes und der ständig zunehmenden Mobilität der Jugendlichen war es Ende der 80er Jahre nicht mehr so leicht in einem kleinen Dorf eine eigenständige Jugendfeuerwehr-gruppe aufrechtzuerhalten. So schloss sich im Jahre 1990 die Weitersborner Feuerwehrwehrjugend an und fortan wurde eine gemeinsame JF geführt.
Die finanziellen Lasten wurden nun auch auf zwei Schultern verteilt.
Immer wieder zeigten die Jugendlichen, dass ihr Ausbildungsstand sehr gut ist. 1991 wurde eine Großübung mit den Jugendfeuerwehren Kirn und Soonwald und dem Jugendrotkreuz am Kindergarten in Seesbach durchgeführt, zu der die fachkundigen Zuschauer den Jugendfeuerwehren ein großes Lob zollten.
In den darauffolgenden Jahren hat sich gezeigt, dass eine gemeinschaftliche Jugendarbeit Grundstein allen Erfolges ist. So schlossen sich 1993 auch die Simmertaler Kameraden der Jugendfeuerwehr an.
Im Kreisjugendfeuerwehrzeltlager 1993 in Bad Münster am Stein /Ebernburg
erwarben folgende Personen mit einer gemeinsamen Gruppe JF Kirn/Altenburg die Leistungsspange:
Ries Torsten (Weitersborn), Skär Sönke C. (Ersatz, Weitersborn),
Im Frühjahr 1995 erkrankte Adolph Schott und konnte die Leitung der Jugendfeuerwehr nicht mehr wahrnehmen. Kurzfristig übernahm Adolphs damaliger Stellvertreter Timo Nowack die Ausbildung und Betreuung der Jugendgruppe die kurz vor der Leistungsspangenabnahme während des Sommerzeltlagers in Langenlonsheim stand. Er trat jedoch aus persönlichen Gründen noch vor dem Sommer von seinem Amt zurück. Damals fühlte ich mich in der Pflicht, als gewählter Gruppensprecher unserer JF, und Gruppenführer der Leistungsspangengruppe, meinen Kameraden und letztendlich auch mir, den Erwerb der Spange zu ermöglichen. Geübt wurde ab diesem Zeitpunkt in Weitersborn. Mit viel Unterstützung von allen Seiten, vor allem durch meine Eltern sowie unserer befreundeten Jugendfeuerwehr aus Kirn mit ihrem damaligen Jugendfeuerwehrwart Michael Römer, war es möglich, an dem Zeltlager teilzunehmen und die Leistungsspange zu erwerben. Folgende Personen erwarben 1995 die Leistungsspange:
Steffen Bianca (Seesbach), Simon Heinrich (Ersatz, Simmertal), Thomas Frech (Simmertal), Sönke C. Skär (Weitersborn), Julian Schläger, Andreas Wagner, Thorsten Endres, Danny Vier und Glenn Seithel (alle Kirn)
Auch nach dem Sommerzeltlager übernahm ich die kommissarische Leitung der Jugendfeuerwehr weiter, da eine rasche Genesung unseres Jugendwartes Adolph Schott nicht in Aussicht war. Im Spätsommer 1995 führten wir eine Gemeinschaftsübung mit den Jugendfeuerwehren Soonwald und Kirn in Daubach aus. Auch hier zeigten die jungen Feuerwehrkameraden ihren guten Ausbildungsstand. Im Herbst 1995 nahmen wir an einer gemeinsamen Nachtwanderung mit der Jugendfeuerwehr Sonnwald in Winterburg teil.
Um mich rechtlich abzusichern, wurde ich 1996 von der VG Kirn-Land, nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung an der Landesfeuerwehrschule, zum Jugendfeuerwehrwart bestellt. Dies war für unsere JF jedoch nicht die einzige Änderung in diesem Jahr. Nach der Weitersborner und Simmertaler Jugend schlossen sich 1996 auch Schwarzerden und Kellenbach an. Um nun allen gerecht zu werden, wurde nach einem einheitlichen Namen gesucht. Seit März 1996 haben wir nun unseren Namen, mit dem sich alle identifizieren können. Die Altenburg, an dessen Fuße unsere Gemeinden liegen.

Im Winter 1996/97 führten wir mit Unterstützung des DRK Ortsverbandes Kirn einen großen Erste-Hilfe-Kurs im Gemeindehaus Weitersborn durch.
Im Sommer verbrachten wir eine gelungene Zeltlagerfreizeit im Meisenheimer Heimbachtal . Natascha Lambrich und Christopher Prahl (beide Kellenbach) nahmen erfolgreich an der Leistungsspangenabnahme gemeinsam mit der JF Langenlonsheim teil.
Am Ende des Sommers ging es gemeinsam mit der Kirner Jugendfeuerwehr per Rad nach Fischbach ins Kupferbergwerk.
Im Dezember 1997 mussten wir einen bitteren Verlust hinnehmen. Unser langjähriger Jugendfeuerwehrwart Adolph Schott ist nach schwerer Krankheit verstorben. Die Feuerwehr, insbesondere die Jugendfeuerwehr hat mit Ihm einen engagierten und der Jugend stets beispielhaft voran gegangenen Kameraden verloren. Wir werden unseren Freund nie vergessen.

Adolph Schott leitete 20 Jahre unsere Jugendfeuerwehr. Dies allein ist wohl schon einmalig in den Jugendfeuerwehren, und dann noch als einzige Jugendfeuerwehr in Rheinland–Pfalz mit einem „Ostfriesen“ als Jugendfeuerwehrwart.
Zu den Highlights des Jahres 1998 zählen der Kreisjugendfeuerwehrwandertag in Niederhausen, ein Discoabend gemeinsam mit unseren Freunden der Jugendfeuerwehr Kirn. Wir vertraten die Jugendfeuerwehren des Kreises Bad Kreuznach mit einem Informationsstand am Kreisfeuerwehrtag in Bad Sobernheim, wir besuchten die Kirner Wehr, um uns ihre Fahrzeuge anzusehen, wir veranstalteten einen Filmabend, eine Nachtwanderung mit Besichtigung des Weitersborner Hochbehälters, wir fuhren gemeinsam ins Kino und wir zeigten auf den Feuerwehrfesten mit Schauübungen unser Können.
1999 nahmen wir am Kreisjugendfeuerwehr – Zeltlager in Bad Sobernheim teil und Ende des Jahres führten wir unser neues Logo ein. Es dient nun als Erkennungsmerkmal auf unserem Briefpapier, unserem Wimpel sowie auf unserer Internetseite www.jf-altenburg.de die wir im April 2001 eingeführt haben.
Beim Sommerzeltlager in Bad Münster am Stein / Ebernburg nahmen folgende Jugendliche, gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr Kirn, an der Leistungsspangenabnahme erfolgreich teil:
Schlarb Andreas, (Simmertal), Saam Sebastian (Weitersborn), Staudt Philipp (Weitersborn), Keller Christian (Schwarzerden), Melanie Scherer (Kellenbach) und Oliver Gerhard (Kellenbach)
Unsere Jugendfeuerwehr leistete in der Vergangenheit vorbildliche Jugendarbeit, und das nicht nur im Bereich der Feuerwehrtechnik.
Die Jugendlichen erlernten mit viel Engagement Verschiedenes über die Brandbekämpfung, den vorbeugenden Brandschutz, technische Unfallhilfe, die Erste Hilfe, den Umgang mit den feuerwehrtechnischen Geräten, in der Theorie und natürlich auch in der Praxis. Fehlen darf natürlich auch etwas Staatskunde nicht, denn die Jugendlichen sollten wissen, wer der Träger der Feuerwehr ist und wer die politische Verantwortung für sie trägt. Lehrreich war auch der Einblick in die Vorgehensweise der „Großen“, die wir bei Gemeinschaftsübungen als Verletztendarsteller unterstützten.
Die vielseitige und ausgeglichene Jugendarbeit begründet den immer noch wachsenden Zuspruch zu Jugendfeuerwehren.
Um in Zukunft an den Erfolg anknüpfen zu können bedarf es aber auch einer breiten Unterstützung. Denn die Jugend hat sich mit der Zeit verändert. Sie ist anspruchsvoller geworden. In einem Zeitalter der modernen Technik, von Computer und Internet, aber auch einer erhöhten Mobilität und breiten Vielzahl von Freizeitangeboten ist es nicht immer leicht die Jugend in die Vereinslandschaft unserer Gemeinden zu integrieren. Die Jugendlichen die sich bereit erklären in einer Feuerwehr mitzuwirken zeigen das soziale Engagement, dass vermeintlich der heutigen Jugend fehlt. Jeder persönlich ist gefordert die Jugend in seinem Umfeld zu animieren und zu unterstützen in der Gemeinschaft und für die Gemeinschaft etwas zu tun. Unsere Jugendfeuerwehr bietet die Möglichkeit dazu und wir freuen uns über jede Verstärkung unseres Teams.
Sönke C. Skär
Jugendfeuerwehrwart
April 2002
Kommentare
Kommentarfunktion für diesen Artikel geschlossen


