Am Sonntag, den 26. August 2001 lud die Gemeinde Simmertal im Auftrag des Landkreises zum Kreisheimattag ein. Eingebettet war die Großveranstaltung in das traditionelle Backesgrumbierefest, das immer schon zahlreiche Besucher in den Ort gelockt hatte. Doch in diesem Jahr war es natürlich etwas ganz besonderes. Wie in den vergangenen Jahren fanden sich wieder Gäste aus der Partnergemeinde Oudon in Frankreich ein. Aber sie waren diesmal nicht die einzigen spezial guests. So waren nämlich beispielsweise der Clown „Mücke“ aus Hamburg zur Kinderbelustigung und eine Musikgruppe aus Bayern zur musikalischen Unterhaltung angereist. Natürlich spielten auch die Brunkensteiner sowie die Hunsrücker Nachtschwärmer auf und sorgten für gute Laune.

Der Kreisheimattag begann mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Simmertaler Kirche. Im Anschluß hieran begaben sich die Besucher zur VFL-Halle, in der ein Festkommers stattfand. Das größte highlight stellte jedoch der lange Festumzug mit 40 Fußgruppen und Motivwagen dar. Hierbei durfte die JF Altenburg natürlich auch nicht fehlen. Und so präsentierten wir uns mit der historischen Handspritze der Weitersborner Feuerwehr. Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen zog die Kolonne die 1,4 km lange Strecke quer durch das festlich geschmückte Dorf.

Als der Zug dann schließlich ein Ende genommen hatte pilgerten die Gäste zum Dorfmittelpunkt ( Kindergarten / Schule ) wo auf einer Wiese die Hauptbühne aufgebaut war und bei einem frischen Kirner Pils bis spät in die Nacht gefeiert wurde. Diese ausgelassene Stimmung musste nur kurze Zeit hinter gebannter Aufmerksamkeit zurücktreten, als um ca. 18 Uhr die Naheweinkönigin erschien und die Gewinner der großen Tombola zog. Der 1. Preis war ein Reisegutschein über 1500 DM ( 765 € ).

Natürlich funktioniert ein Fest in dieser Größenordnung nur mit dem Engagement zahlreicher freiwilliger Helfer. So waren weit über 100 Feuerwehrleute aus der Umgebung zur Sicherung der Akteure, sowie der Gäste vor Ort. Sie begleiteten den Zug und sorgten dafür, dass alles in geregelten Bahnen verlief. Trotzdem wurden sie zwischenzeitlich einmal in höchste Alarmbereitschaft versetzt, da eine Bombendrohung bei der Tankstelle im benachbarten Hochstätten eingegangen war, was sich aber zum Glück nur als Bluff erwies. Zum gelingen des Festes trugen ebenfalls viele Orte aus der Verbandsgemeinde Kirn-Land bei, die sich mit Ständen sowie Vorführungen engagierten. So wurde z.B. demonstriert wie in früheren Jahren Getreide gedroschen wurde oder wie die Frauen am Spinnrad arbeiteten. Außerdem hatte Limbach eine „Grumbieredämp“ aufgestellt, die sich bei den Besuchern großer Beliebtheit erfreute.

Obwohl sich die Veranstalter ein paar Besucher mehr gewünscht hätten, die extreme Witterung hatte wohl einige abgehalten, waren doch am Ende alle zufrieden mit dem gelungenen Fest.

Andreas Schlarb

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